Kommentar zu Grand Theft Auto: San Andreas (2004)

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Eingetragen am 02.09.2005 12:16:40 von DooMinator
Zuletzt geändert am 02.09.2005 12:16:40 von DooMinator

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Grand Theft Auto: San Andreas (2004)

San Andreas ? Der Messias unter den Videospielen?
 
Nachdem GTA 3 und GTA Vice City sich riesig verkauften, war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Nachfolger erscheint. Größer, breiter, besser. Was bei Autos gilt, ist auch bei Videospielen so. Nachfolger sollen in allen Belangen umfangreicher sein, schöner, abwechslungsreicher? Die Ansprüche der Zockergemeinde steigen mit jedem Erfolg weiter. So auch die an GTA San Andreas. Nachdem es auf der PS2 erschien, verkaufte es sich, Erwartethermaßen, mehr als gut. Auch die überwiegend im 90er-Bereich liegenden Testergebnisse der Fachmagazine haben sicher ihren Anteil hierzu getan?
Nach einen Jahr kamen dann auch die PC- und X-Box-Spieler in den Genuss des Spiels. Ich habe mich, wie bei den Vorgängern auch, für die X-Box-Version entschieden. Aus dem GTA-Doublepack war ich auch gewohnt, dass bei der Portierung auf die wesentlich leistungsstärkere Konsole das Spiel entsprechend angepasst wird. Wenigstens etwas?

Was ich dann bekam, enttäuschte mich. Klar, die Spielwelt ist riesig, die Missionen spannend und abwechslungsreich, die Umgebung lebendig und die Atmosphäre gigantisch. Die Möglichkeiten scheinen nahezu unbegrenzt. Alles richtig gemacht, Rockstar!
Falsch. Vielleicht entspreche ich ja nicht dem Einheitszocker, aber ich finde es, wie es neudeutsch so schön heißt, overdone. Es beginnt bei den zahlreichen Nebenmissionen. Gut, Polizist spielen ist vielleicht lustig, aber ich möchte einfach keine Taxi-Mission spielen. Aber um das Spiel zu komplettieren, muss ich sie machen, sonst gibt?s keine 100%-Wertung. Oder die Sache mit dem Essen. Lustig zwar, aber unnütz für diese Art Spiel (hey, wir reden hier nicht über die Sims). Health verloren? Kein Problem, dicken Burger essen, schon ist man geheilt. Ich erwarte keinen übertriebenen Realismus, es ist nur ein Spiel, aber so was kann ich einfach nicht gut finden. Und was für einen Sinn macht es, dass man dick wird, wenn man zuviel futtert? Man hat aus spieltechnischer Sicht nur Nachteile davon, sich in einen Ottfried Fischer-Klon zu verwandeln, also warum sollte das jemand machen? Und was kommt im nächsten Teil? Muss ich mit der Spielfigur dann auch auf die Hütte, nachdem man am Abend zuvor Bohnensuppe gegessen hat? Oder muss ich mir früh die Haare stylen, wenn ich aus dem Haus geh? Es gibt Dinge, um die will ich mich in einem Spiel nicht kümmern müssen. Essen gehört dazu. Oder Tauchen. Sonst kann man eine Mission nicht spielen, weil das Lungenvolumen zu klein ist. Danke.
Auch sehe ich bei der Grafik ein, dass es auf der 5 Jahre alten PS2 nicht besser geht, bei dieser Größe der Städte und dem, was da los ist. Aber meine X-Box kann definitiv mehr. In beiden Vorgängern sahen die Autos besser aus. Jetzt nicht mehr. Special Features? Fehlanzeige. Zwar heißt es, größere Sichtweite, schärfere Texturen, aber sehen tu ich da nicht viel. Und das kann doch nicht alles sein, was man in einem Jahr und für eine leistungsfähigere Konsole machen kann, oder? Ich fühle mich verarscht. Ich erwarte mehr, als eine lieblose 1:1-Konvertierung, vor allem von einem derart Namenhaften Entwicklerteam. Das hat Rockstar nicht geschafft. Deswegen ist es für mich ein gutes Spiel, aber kein überragendes.

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