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Review zu Minority Report: Everybody Runs (2002)

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Eingetragen am 10.07.2005 00:47:07 von Mr. Hankey (427)
Zuletzt geändert am 10.07.2005 00:52:44 von Mr. Hankey (427)

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Minority Report: Everybody Runs (2002)

Inovationsfreier Minority Report, der unterhaltsamen Sorte!
 
Besprechung der Game Cube-Version!

Stephen Spielberg ist, ohne Frage, einer der größten und erfolgreichsten Regisseur unserer Zeit. Egal welches Filmthema er sich auch annimmt, einen wirklichen Flop hat er noch nie hingelegt. Viel Durchschnittskost dagegen schon. So auch "Minority Report", der, trotz Tom Cruise, nicht so recht überzeugen wollte. Dennoch war der Film mega erfolgreich und so ist es auch keine Frage, dass zu diesem Film auch ein Videospiel auf den Markt kam. Und das Spiel ist dem Streifen absolut ebenbürtig. Denn auch das Game ist nichts Besonderes, wenn auch durchaus unterhaltsam, zumindest beim ersten Mal!

"Minority Report" sollte man aber unbedingt als reines Spiel bewerten und nicht als Filmumsetzung. Denn in dieser Hinsicht enttäuscht das Spiel doch arg. Storymäßig wurden nur die Hauptelemente übernommen, ansonsten wurde viel Eigenes hinzugesponnen. Hauptfigur John Anderton sieht zudem überhaupt nicht wie Tom Cruise aus, sondern ist ein blondes Muskelpaket geworden. In Sachen Umsetzung wurde sich also wenig Mühe gegeben. Doch wie sieht es in den Hauptpunkten aus? Na schauen wir mal:

GRAFIK:

Hier erhält "Minority Report" gleich mal seinen dicksten Minuspunkt. Denn die Grafik ist einfach nur hässlich geraten und war schon beim Erscheinen des Spiels veraltet. Verwaschen, kantig und an vielen Stellen auch ziemlich schlampig und unliebsam animiert, macht das Zuschauen hier eigentlich nur wenig Spaß. Vor allem die Gesichter wirken einfach nur zusammengematscht. Schade!

SOUND:

Das ganze Gegenteil der Grafik. Auf tonaler Ebene wurde wirklich alles richtig gemacht. Die Soundeffekte sind kräftig und kommen gut aus den jeweiligen Boxen. Die Musikuntermahlung ist ebenfalls sehr stimmig ausgefallen, wenn sie vielleicht auch ein bisschen zu selten zur Geltung kommt. Die deutsche Synchro ist professionell, auch wenn John Anderton, wenn ich mich jetzt nicht ganz verhört habe, nicht von Cruises Synchronstimme gesprochen wurde. Kurzum, in Sachen Sound gibt es kaum etwas zu meckern.

GAMEPLAY

Das Gameplay hinterlässt dagegen einen zwiespältigen Eindruck. Eigentlich ist das ganze Treiben ziemlich Innovationslos ausgefallen. Es gibt insgesamt 40 Level und alle Level bestehen entweder aus der Aufgabe "Verprügel alle Gegner" oder "Schlage Dich zum Ausgang durch". Abwechslung ist dabei eigentlich kaum auszumachen. Nur die vier Endgegner geben mal einen etwas anderen Ton an, sind aber auch hauptsächlich per Rumgekloppe auszuschalten. Und trotzdem kann man mit dem Spiel seinen Spaß haben. Denn auch wenn das Geschiesse und Gekloppe abwechslungsarm ist, so macht es trotzdem irgendwie Laune. Da die Gegnerzahl stetig steigt und die KI nicht gerade niedrig ist, steigt beim Spieler auch der Ehrgeiz, jedes einzelne Level zu schaffen. Manche Level erfordern viel Geduld, da spielerische Tode nicht gerade selten sind. Des weiteren gibt es zig unterschiedliche Moves, die alle erst einmal geübt (bzw. auf dem spielinternen Schwarzmarkt gekauft) werden müssen. Das Waffenarsenal ist klein, hat aber, mit seinen futuristischen Waffen, einige nette Ballermänner mit an Bord. Die ausgefeilte Rumble-Funktion erhöht den Spaß zudem noch einmal. Schade nur, dass auch hier das Ende wieder verdammt kurz ausgefallen ist. Wie schon bei den meisten anderen Spielen von heute, so geht auch hier die Endsequenz gerade mal ein Minütchen. Dafür kann man sich allerdings auf einen peppigen Credits-Abspann gefasst machen. Und für Spaß nach dem Spiel ist auch gesorgt. Per Cheat-Eingabe kann man sich Bonus-Charaktere wie Clown, Häftling oder Superheld freischalten lassen und noch so einige andere spaßige Spielereien (fliegende Gegner). Und als wäre das nicht schon genug, so gibt es noch einige Bonusvideos, wie z. Bsp. einem Musikvideo von EPEX, zu bestaunen. Unterm Strich also ein zwar innovationsloses, aber dennoch ganz unterhaltsames Gameplay, was mit einigen Extras aufgepeppt wurde.

Fazit: "Minority Report" ist eine leicht überdurchschnittliches "Spiel zum Film", dass zwar, durch seine allenfalls unterdurchschnittliche Grafik, erst einmal abschreckt und auch kein sonderlich ausgefeiltes Gameplay besitzt, aber durch seinen peppigen Sound, dem dennoch ganz netten Rumgebolze, der annehmbaren KI der Gegner und einer passenden Rumble-Funktion, trotzdem kurzweilig unterhalten kann und zudem, mit einer ganz Menge an Bonus-Features, auch noch für Fun nach dem Datteln sorgt! Nichts Besonderes, aber für 5-10 Euro, kann man sich das Spiel ruhig mal bei Ebay besorgen, ohne viel falsch zu machen!

Futuristische 6 von 10 möglichen Punkten (Genauso wie beim Film)!

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